Mobiler Notruf für Senioren: Sicherheit auch unterwegs
Wenn ältere Menschen nach einem Sturz oder plötzlichem Unwohlsein Hilfe brauchen, entscheiden Minuten. Ein mobiler Notruf gibt Senioren und Angehörigen die Gewissheit, dass in solchen Momenten schnell reagiert wird – auch unterwegs im Park oder beim Einkaufen.
Wie ein mobiler Notruf funktioniert
- Notrufknopf am Armband oder der Uhr wird gedrückt – oder ein Sturzsensor löst automatisch aus.
- Das Gerät baut über eine integrierte SIM-Karte eine Sprechverbindung zur Notrufzentrale auf.
- Die GPS-Ortung übermittelt den genauen Standort.
- Die Zentrale alarmiert Angehörige oder den Rettungsdienst – rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.
- Kann die Person nicht antworten, wird sofort Hilfe geschickt.
Moderne Geräte sind wassergeschützt (IP67) und können daher auch beim Duschen getragen werden. Die Notrufzentrale handelt nach einem vorab hinterlegten Notfallplan mit Kontaktdaten und medizinischen Hinweisen.
Gerätetypen: Armband, Uhr oder Knopf
Smartwatches mit Notruffunktion sind eine eigene Kategorie, die teils ähnliche Funktionen bieten. Sie sind aber kein Ersatz für ein dediziertes, anerkanntes Notrufsystem mit direkter Zentrale.
GPS-Ortung und Sturzerkennung als Zusatzfunktionen
Erfahrungsgemäß ist die Sturzerkennung für Personen mit erhöhtem Sturzrisiko die entscheidende Funktion – gerade dann, wenn nach einem Sturz keine Kraft mehr bleibt, den Knopf zu drücken. Der Akku hält je nach Modell und Nutzungsintensität ein bis fünf Tage; danach muss das Gerät aufgeladen werden. Bei Niedrigstand sendet ein gutes System eine automatische Warnung.
| Funktion | Nutzen im Alltag |
|---|---|
| Notrufknopf | Sofortige Sprachverbindung zur Notrufzentrale |
| GPS-Ortung | Standortermittlung auch außerhalb der Wohnung |
| Sturzerkennung | Automatischer Alarm ohne Knopfdruck |
| IP67-Schutz | Tragen auch beim Duschen möglich |
| Integrierte SIM-Karte | Funktion unabhängig vom Festnetz |
| Akkulaufzeit | 1–5 Tage je nach Modell |
Unsicher, ob ein mobiler Notruf für Ihre Situation ausreicht? In einem unverbindlichen Beratungsgespräch klären wir gemeinsam, ob ein Notrufsystem genügt – oder ob eine begleitende Betreuung sinnvoller wäre.
Für wen ein mobiler Notruf geeignet ist – und wo seine Grenzen liegen
- Senioren mit erhöhtem Sturzrisiko oder Kreislaufproblemen
- Alleinlebende ältere Menschen ohne Angehörige in der Nähe
- Personen mit chronischen Erkrankungen (z. B. Herz-Kreislauf)
- Pflegebedürftige, die noch aktiv am Alltag teilnehmen möchten
Ein mobiler Notruf eignet sich für Menschen mit geringem bis mittlerem Hilfebedarf, die noch selbstständig unterwegs sind. Das Gerät reagiert – es begleitet jedoch nicht. Grundpflege, Hauswirtschaft und menschliche Zuwendung leistet es nicht.
Wichtig zu wissen: Ein mobiler Notruf ist keine Lösung für Personen, die dauerhaft Betreuung brauchen. Er setzt voraus, dass die Person das Gerät trägt und im Notfall noch handlungsfähig ist.
Das Wichtigste auf einen Blick: Grenzen des mobilen Notrufs
- Bei Demenz kann das Gerät vergessen oder nicht richtig bedient werden.
- Bei Bewusstlosigkeit ohne Sturzerkennung bleibt der Alarm aus.
- Das System reagiert auf Notfälle – unterstützt aber nicht proaktiv im Alltag.
- Grundpflege, Ernährung und soziale Begleitung werden nicht geleistet.
- Bei wachsendem Pflegebedarf entsteht schnell eine Betreuungslücke.
Bei GPS-Ortungsfunktionen gilt zudem: Lesen Sie die Datenschutzhinweise des Anbieters sorgfältig. Standortdaten sind sensibel und dürfen nur für den Notrufzweck verarbeitet werden.
Kosten eines mobilen Notrufs: Was zahlt die Pflegekasse?
- Mobile Notrufsysteme kosten je nach Ausstattung und Anbieter zwischen 20 € und 50 € pro Monat.
- Geräte mit GPS und Sturzsensor liegen eher am oberen Ende der Spanne.
- Viele Anbieter verlangen einen Mindestvertrag von 12 Monaten.
- Der stationäre Hausnotruf gilt gemäß § 40 SGB XI als Pflegehilfsmittel.
- Ob der rein mobile Notruf erstattet wird, hängt vom Einzelfall und der Pflegekasse ab.
Gemäß § 40 SGB XI haben Pflegebedürftige ab Pflegegrad 1 Anspruch auf Pflegehilfsmittel. Stationäre Hausnotrufsysteme fallen eindeutig darunter. Bei rein mobilen Systemen ist die Kostenübernahme weniger einheitlich geregelt – klären Sie das vor dem Vertragsabschluss mit Ihrer Pflegekasse.
| Leistung | Kostenträger |
|---|---|
| Hausnotruf (stationär) | Zuschuss der Pflegekasse ab Pflegegrad 1 möglich (§ 40 SGB XI) |
| Mobiler Notruf | 20 – 50 € / Monat; Übernahme im Einzelfall prüfen |
| GPS und Sturzsensor | Oft als Zusatzpaket gegen Aufpreis buchbar |
Wenn ein Knopfdruck nicht mehr reicht: 24-Stunden-Betreuung als umfassende Lösung
In vielen Familien wächst der Hilfebedarf schleichend. Was mit einem Notrufknopf beginnt, wird zur täglichen Sorge um Ernährung, Körperpflege und menschliche Zuwendung. Die entscheidende Frage lautet dann: Wer ist da, wenn Ihr Angehöriger nicht mehr allein zurechtkommt?
24-Stunden-Betreuung zu Hause: Was das bedeutet
Qualität und Vertrauen: Auszeichnungen und Zertifizierungen
Zu unseren Leistungen gehören Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege sowie individuell abgestimmte Betreuungskonzepte – auch bei Demenz. Eine 24/7-Notfallhilfe stellt sicher, dass bei Ausfall einer Betreuungskraft schnell Ersatz vor Ort ist.
Mobiler Notruf und Betreuung: kein Entweder-oder
Fordern Sie Ihr persönliches Angebot an. Wir hören zu, klären Ihre Situation und finden gemeinsam die passende Lösung – ohne Verkaufsdruck.
Markus Küffel gründete die Pflege zu Hause Küffel GmbH in Hamburg und verfügt über 20 Jahre Erfahrung im Bereich häusliche Pflege und Betreuung. Als Diplom Gesundheitswissenschaftler und examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger bringt er umfassendes Fachwissen und praxisnahe Erfahrung in die Vermittlung von Betreuungskräften ein.
Vor der Gründung seines Unternehmens war er in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens tätig und sammelte umfangreiche und wertvolle Einblicke in die Bedürfnisse von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen. Mit seinem Ratgeber „24 Stunden Pflege zu Hause – So finden Sie die optimale Betreuung“ (Springer, 2021) sowie seiner Mitwirkung an der Entwicklung des derzeit ersten und einzigen Qualitätsstandards der sog. DIN SPEC 33454 setzt er sich aktiv für Transparenz und Qualität in der häuslichen Betreuung ein.
Von 2018 bis 2020 war er Vorstandsmitglied des Bundesverbandes für häusliche Betreuung und Pflege. Seit August 2019 gehört Küffel dem interdisziplinären Forschungsnetzwerk „Osteuropäische Betreuungskräfte“ der Evangelische Hochschule Nürnberg an.
Für weitere Informationen zu Markus Küffel, besuchen Sie gerne seine Autorenseite.


