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Kurzzeitpflege Ratgeber 2023 – Alles, was Sie wissen müssen

Pflegesituationen können sich schnell verändern. Eine plötzliche Krankheit, ein Unfall, ein unerwarteter Ausfall pflegender Angehöriger – in diesen und anderen Fällen ist schnelle Hilfe gefragt. Genau hier setzt die Kurzzeitpflege an und ermöglicht eine kurzfristige stationäre Unterbringung pflegebedürftiger Personen.

Ähnlich wie andere Leistungen der Pflegekasse ist auch die Kurzzeitpflege an spezifische Voraussetzungen und Umstände gebunden. Damit Sie sich bestens auskennen und alle Vorteile der praktischen Pflegeleistung nutzen können, haben wir in unserem Ratgeber alles Wissenswerte für Sie zusammengefasst.

Wann können Sie Kurzzeitpflege beantragen? Welche Kosten werden übernommen? Wie organisieren Sie die Kurzzeitpflege? Diese und viele andere Fragen beantworten wir Ihnen im Folgenden.

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Sie haben weitere Fragen oder möchten sich rund um die Kurzzeitpflege beraten lassen? Dann kontaktieren Sie uns. Wir helfen Ihnen gern persönlich weiter.

1. Was ist Kurzzeitpflege? Alle Informationen

Mit der Kurzzeitpflege haben Sie die Möglichkeit, bei plötzlichen Veränderungen der Pflegesituation schnell zu reagieren. So kann im Notfall sichergestellt werden, dass Ihre Lieben weiterhin gut versorgt und fachgerecht betreut werden.

Wie genau die Kurzzeitpflege funktioniert, erklären wir Ihnen im ersten Teil unseres Ratgebers.

Inhaltsverzeichnis

1.1 Kurzzeitpflege – Die Definition
1.2 Wie hoch ist die Kurzzeitpflege?
1.3 Welche Leistungen werden durch die Kurzzeitpflege gedeckt?
1.4 Wann ist die Kurzzeitpflege geeignet?
1.5 Was sind die Voraussetzungen für die Kurzzeitpflege?
1.6 Kurzzeitpflege Kosten – womit müssen Sie rechnen?
1.7 Wer zahlt die Kurzzeitpflege?
1.8 Kurzzeitpflege – wie lange kann sie beantragt werden?
1.9 Kurzzeitpflege mit Verhinderungspflege kombinieren – geht das?
1.10 Wo kann die Kurzzeitpflege durchgeführt werden?
1.11 Fazit: Die wichtigsten Informationen zur Kurzzeitpflege auf einen Blick

Kurzzeitpflege – Die Definition Die Kurzzeitpflege ist eine Leistung der Pflegeversicherung und speziell dazu gedacht, kurzfristig eine vorübergehende stationäre Unterbringung von pflegebedürftigen Personen zu finanzieren.

Die Kurzzeitpflege muss durch die pflegebedürftige Person selbst oder durch die bevollmächtigte/n Pflegeperson/en organisiert und bei der Pflegekasse beantragt werden. Hierzu stellen die Kassen spezielle Antragsformulare bereit. Die Pflege kann nur in Einrichtungen durchgeführt werden, die für diese anerkannt sind. Eine Kurzzeitpflege findet immer stationär statt. Soll eine Kurzzeitpflege im eigenen Zuhause organisiert werden, ist dies im Rahmen der Verhinderungspflege möglich.

Infobox: So steht es im Sozialgesetzbuch (SGB XI)
Kann die häusliche Pflege zeitweise nicht, noch nicht oder nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden und reicht auch teilstationäre Pflege nicht aus, besteht für Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5 Anspruch auf Pflege in einer vollstationären Einrichtung.¹

1.2 Wie hoch ist die Kurzzeitpflege?

Für die im Rahmen der Kurzzeitpflege entstehenden Kosten ist ein festes Budget vorgesehen. Seit Januar 2022 beträgt dieses 1.774 Euro pro Jahr. Je nach Situation können Sie diese Mittel durch die Verhinderungspflege aufstocken.

Mehr dazu erfahren Sie in diesem Teil unseres Ratgebers.

1.3 Welche Leistungen werden durch die Kurzzeitpflege gedeckt?

Die Kurzzeitpflege ist dazu gedacht, Kosten zu decken, die bei einer kurzfristigen Unterbringung in einer stationären Einrichtung entstehen. Dies bezieht sich jedoch nur auf die anfallenden Pflegekosten. Kostenpunkte wie Unterbringung, Verpflegung und Investitionskosten müssen selbst erbracht werden. Ist es nicht möglich, diesen Eigenanteil zu schultern, gibt es andere Mittel, auf die Sie zurückgreifen können.

Mehr hierzu erfahren Sie in diesem Teil unseres Ratgebers.

1.4 Wann ist die Kurzzeitpflege geeignet?

Grundlegend gibt es zwei Situationen, in denen die Kurzzeitpflege eine gute Möglichkeit bietet, die Versorgung einer pflegebedürftigen Person zu gewährleisten.

  1. Die Pflegeperson braucht eine Auszeit bzw. ist nicht in der Lage, die Pflege zu übernehmen, und eine alternative Betreuung in den eigenen vier Wänden kann nicht geleistet werden. Ist es doch möglich, eine Vertretung zu organisieren, wäre die Verhinderungspflege die richtige Wahl. Mehr zu dieser Option erfahren Sie in unserem Ratgeber Verhinderungspflege .Grundlegend gilt: Pflegende Angehörige sollten die Kurzzeitpflege nicht nur dann in Anspruch nehmen, wenn sie selbst erkrankt sind. Der Gesetzgeber sieht ausdrücklich vor, dass auch Pflegepersonen einen Urlaub oder einen freien Tag nehmen, um sich zu erholen. Es ist völlig legitim, die Kurzzeitpflege auch in diesen Fällen in Anspruch zu nehmen.
  2. Die pflegebedürftige Person muss bei einer Verschlechterung ihres Zustandes, in einem akuten gesundheitlichen Notfall oder nach einem medizinischen Eingriff vorübergehend stationär versorgt werden. Es ist auch möglich, durch die Kurzzeitpflege die Zeit bis zu einer dauerhaften Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung zu überbrücken.

Wichtig: Behalten Sie die Dauer des Aufenthalts im Blick, denn die Kurzzeitpflege ist zeitlich begrenzt. Ist eine langfristige stationäre Unterbringung notwendig, so sollten Sie dies frühestmöglich mit der Pflegekasse kommunizieren und die entsprechenden Schritte einleiten.

Ganz egal, warum eine kurzfristige stationäre Unterbringung notwendig ist: Die Kurzzeitpflege ist das vorgesehene Mittel, um dabei entstehende Pflegekosten zu decken.

1.5 Was sind die Voraussetzungen für die Kurzzeitpflege?

Um die mit der Kurzzeitpflege verbundenen Mittel zu nutzen, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die pflegebedürftige Person hat mindestens den Pflegegrad 2 erhalten. Für den Pflegegrad 1 ist die Kurzzeitpflege nicht vorgesehen. Hier können unter Umständen andere Mittel genutzt werden. Lassen Sie sich in diesem Fall von Ihrer Pflegekasse beraten und informieren Sie sich in diesem Teil unseres Ratgebers.
  • Die Pflegeperson ist nicht in der Lage, die Betreuung zu übernehmen. Hierbei ist der Grund für den Ausfall oder die Abwesenheit völlig unerheblich.
  • Niemand sonst kann die Betreuung in den eigenen 4 Wänden übernehmen. Nicht immer ist es möglich, einen geeigneten Ersatz in Form einer Privatperson oder eines ambulanten Pflegedienstes zu finden, sodass die Kurzzeitpflege in Anspruch genommen werden muss.
  • Die Versorgung in den eigenen 4 Wänden ist aus anderen Gründen nicht möglich (z.B. Renovierungsarbeiten, Umbauten usw.).
  • Der Pflegeaufwand ist zeitweise oder dauerhaft erhöht, sodass dieser nicht wie üblich von der Pflegeperson oder einer Ersatzperson abgedeckt werden kann. Dies kann durch eine allgemeine gesundheitliche Verschlechterung, eine Erkrankung oder veränderte Anforderungen nach einer Operation der Fall sein.

Sie sind sich unsicher, ob die Kurzzeitpflege für Ihre Situation die beste Lösung ist? Dann kontaktieren Sie uns gern und lassen Sie sich dazu beraten, ob eine Pflege im eigenen Zuhause mit einer polnischen Kraft nicht doch gewährleistet werden kann. Wir vermitteln auch Kräfte für eine kurzzeitige Pflege im eigenen Heim.

1.6 Kurzzeitpflege Kosten – womit müssen Sie rechnen?

Wie oben bereits angedeutet, setzen sich die Kosten für die Kurzzeitpflege aus drei Elementen zusammen. Die damit verbundenen Beträge haben wir hier für Sie mit aufgeführt. Beachten Sie dabei bitte, dass es sich um reine Erfahrungswerte handelt und die tatsächlichen Kosten je nach Situation abweichen können.

  • Pflegekosten
    Hierunter fallen alle Kosten, die im Rahmen der notwendigen Pflege entstehen. Abgedeckt werden zum Beispiel Medikamente, technische Hilfsmittel wie Bett oder Rollatoren sowie Hilfsmittel zum Verbrauch wie Handschuhe, Mundschutz und Co., typische Pflegeleistungen und mehr. Diese Kosten werden von der Pflegekasse übernommen. Üblich sind Tagessätze zwischen 60 und 100 Euro.Wichtig: Die Pflegekosten unterscheiden sich je nach Einrichtung und Pflegegrad. Für höhere Pflegegrade fallen sie entsprechend höher aus. Da für die Kurzzeitpflege ein festes Budget zur Verfügung steht, kann es sein, dass das Budget bei einem höheren Pflegegrad schneller ausgeschöpft ist und andere Mittel notwendig werden, um eine Unterbringung zu ermöglichen.
  • Investitionskosten der Einrichtung
    Hierunter fallen zum Beispiel die Instandhaltung des Gebäudes sowie von Geräten etc. Diese Kosten fallen je nach Einrichtung unterschiedlich hoch aus. Typisch sind Beträge zwischen 5 und 15 Euro pro Tag.
  • Kosten für Unterbringung und Verpflegung
    Auch dieser Kostenpunkt fällt von Einrichtung zu Einrichtung unterschiedlich aus. Typisch sind Beträge zwischen 15 und 40 Euro.

Wie hoch die tatsächlichen Kosten für die Kurzzeitpflege ausfallen, lässt sich pauschal nicht sagen. Erfragen Sie die entsprechenden Preise am besten möglichst frühzeitig bei den in Frage kommenden Einrichtungen. So haben Sie im Blick, wie hoch der Eigenanteil ausfällt, wie lange das Budget der Kurzzeitpflege reicht und welche anderen Mittel Sie eventuell zur Finanzierung benötigen.

Info-Box: Kurzzeitpflege und Pflegegeld
Das Pflegegeld wird auch während der Kurzzeitpflege gezahlt, jedoch wird es um die Hälfte gekürzt. Nur am ersten und letzten Tag der Kurzzeitpflege zahlt die Kasse den kompletten Tagessatz. An allen Tagen dazwischen erhalten Sie die Hälfte. Dies sollten Sie bei Ihrer finanziellen Planung unbedingt beachten.

1.7 Wer zahlt die Kurzzeitpflege?

Die Pflegekosten, die im Rahmen der Kurzzeitpflege entstehen, werden von der Pflegekasse übernommen. In der Regel tritt die Einrichtung, die Sie mit der Pflege beauftragen, selbst mit der Kasse in Kontakt. Mit diesem Teil der Kosten haben Sie prinzipiell also erst einmal nichts zu tun. Nur dann, wenn das Budget der Kurzzeitpflege überschritten wird, wird sich die Pflegekasse mit Ihnen in Verbindung setzen.

Die restlichen Kosten werden Ihnen als Eigenanteil in Rechnung gestellt. Informieren Sie sich auf jeden Fall im Vorfeld darüber, was auf Sie zukommt und lassen Sie sich von Ihrer Pflegekasse zu Finanzierungsmöglichkeiten mit anderen Mitteln beraten. So können zum Beispiel Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege kombiniert werden. Mehr dazu finden Sie in unserem Ratgeberkapitel zu diesem Thema.

1.8 Kurzzeitpflege – wie lange kann sie beantragt werden?

Die Kurzzeitpflege ist, wie der Name schon sagt, für kurze Zeiträume gedacht. Grundlegend stehen Ihnen 4 Wochen im Jahr zur Verfügung. Diese Zeit kann jedoch durch die Kombination mit der Verhinderungspflege auf bis zu 56 Tage (also 8 Wochen) pro Jahr erhöht werden. Wie genau Sie die Zeit aufteilen, ist dabei Ihnen überlassen.

Die Beantragung der Kurzzeitpflege ist sowohl im Vorfeld als auch rückwirkend möglich. Letzteres kann vor allem dann nützlich sein, wenn die Unterbringung einer pflegebedürftigen Person sehr kurzfristig und/oder überraschend organisiert werden musste. Grundlegend sollten Sie den Antrag so schnell wie möglich stellen, um eine reibungslose Abwicklung zu gewährleisten.

1.9 Kurzzeitpflege mit Verhinderungspflege kombinieren – geht das?

Tatsächlich können die Leistungen der Kurzzeitpflege mit denen der Verhinderungspflege kombiniert werden. Dies ist vor allem dann notwendig, wenn Sie höhere Kosten für die Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung erwarten und/oder die 4 Wochen, die für die Kurzzeitpflege veranschlagt sind, überschritten werden.

Für die Kurzzeitpflege sind jährlich 1.774 Euro vorgesehen. Durch eine Kombination mit der Verhinderungspflege kann sich das Budget für die Unterbringung auf bis zu 3.386 Euro erhöhen. Wie hoch der kombinierte Betrag genau ausfällt, hängt davon ab, ob bereits Mittel aus der Verhinderungspflege in Anspruch genommen wurden.

Wichtig: Die Kombination der beiden Formen der Ersatzpflege ist nur dann möglich, wenn mindestens der Pflegegrad 2 vorliegt.

Info-Box: Was ist der Unterschied zwischen Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege? In beiden Fällen handelt es sich um Leistungen zur Ersatzpflege. Während die Kurzzeitpflege immer in einer Einrichtung erfolgt, sind die Mittel der Verhinderungspflege nur für die Ersatzpflege in den eigenen vier Wänden gedacht. Eine Kombination beider Leistungen ist in beide Richtungen möglich.

1.10 Wo kann die Kurzzeitpflege durchgeführt werden?

Die Kurzzeitpflege muss in einer Einrichtung durchgeführt werden, die durch einen Versorgungsantrag mit den Pflegekassen speziell dafür zugelassen ist. Ob dies bei einer Einrichtung der Fall ist, sollten Sie direkt beim ersten Kontakt erfragen. Alternativ können Sie sich auch von Ihrer Pflegekasse eine Liste mit geeigneten Einrichtungen geben lassen.

Kann die Kurzzeitpflege auch in einer Einrichtung ohne Zulassung durchgeführt werden?

Dies ist in spezifischen Fällen möglich. Voraussetzung ist, dass eine Unterbringung in einer zugelassenen Einrichtung nicht möglich bzw. nicht zumutbar ist. Dies muss jedoch nachgewiesen werden.

Ein weiterer Sonderfall tritt ein, wenn die Pflegeperson im Rahmen einer Rehabilitations- oder Vorsorgemaßnahme in einer Einrichtung behandelt wird und die pflegebedürftige Person in ihrer Nähe untergebracht werden soll. In diesem Fall werden die Mittel für die Kurzzeitpflege auch für die Betreuung in einer nicht zertifizierten Einrichtung bereitgestellt.

Sprechen Sie Sonderfälle dieser Art bzw. die Verfügbarkeit von Plätzen für die Kurzzeitpflege am besten direkt mit Ihrer Pflegekasse ab.

1.11 Fazit: Die wichtigsten Informationen zur Kurzzeitpflege auf einen Blick

  • Durch das Budget der Kurzzeitpflege wird eine befristete stationäre Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung finanziert.
  • Die Kurzzeitpflege wird bei der zuständigen Pflegekasse beantragt. Dies kann auch sehr kurzfristig oder nachträglich geschehen.
  • Die Kurzzeitpflege wird in der Regel für die Pflegegrade 2 bis 5 gewährt.
  • Der zur Verfügung stehende Betrag liegt bei 1.774 Euro.
  • Der Betrag kann bei Bedarf durch das Budget der Verhinderungspflege aufgestockt werden.
  • Die Kurzzeitpflege kann für bis zu 4 Wochen beantragt werden. Durch eine Kombination mit der Verhinderungspflege sind bis zu 8 Wochen möglich.
  • Bei der Kurzzeitpflege kommt ein Eigenbeitrag auf Sie zu, den Sie selbst finanzieren müssen.
  • Bis auf wenige Sonderfälle muss die Kurzzeitpflege in einer dafür zugelassenen Einrichtung stattfinden.

2. Kurzzeitpflege beantragen – So geht’s

Ganz egal, ob für einen planmäßigen Urlaub oder im Notfall: Wenn Sie Kurzzeitpflege beantragen müssen, gibt es dabei einige Punkte zu beachten. In diesem Teil unseres Ratgebers haben wir alle wichtigen Informationen zur Beantragung für Sie zusammengefasst.

Sie möchten ein pflegebedürftiges Familienmitglied vorübergehend versorgen lassen und sind sich nicht sicher, ob die Kurzzeitpflege der richtige Weg ist? Gern informieren wir Sie zu Ihren Möglichkeiten mit Pflege zu Hause. Kontaktieren Sie uns und lassen Sie sich zu Ihren Möglichkeiten beraten.

Inhaltsverzeichnis

1.1 Der Kurzzeitpflege Antrag – Das müssen Sie wissen
1.2 Wo findet man den Antrag auf Kurzzeitpflege?
1.3 Wer kann den Antrag auf Kurzzeitpflege stellen?
1.4 Wie ist der Antrag auf Kurzzeitpflege aufgebaut?
1.5 Kurzzeitpflege beantragen – So gehen Sie vor
1.6 Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad beantragen – ist das möglich?
1.7 FAQ Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad
1.8 Fazit: Die wichtigsten Informationen zum Beantragen der Kurzzeitpflege auf einen Blick

2.1 Der Kurzzeitpflege Antrag – Das müssen Sie wissen

Das Antragsformular für die Kurzzeitpflege erhalten Sie bei Ihrer zuständigen Krankenkasse. Häufig sind entsprechende Anträge zum Download verfügbar, Sie können sich die Unterlagen jedoch auch postalisch zustellen lassen.

Hier haben wir für Sie die Antragsformulare der größten Krankenkassen direkt verlinkt:

2.2 Wer kann den Antrag auf Kurzzeitpflege stellen?

Der Antrag auf Kurzzeitpflege kann sowohl von der pflegebedürftigen Person selbst als auch von der eingetragenen und bevollmächtigten Pflegeperson gestellt werden. Die Formulare der Krankenkassen gehen hierauf in unterschiedlicher Art ein. Einige sind aus der Sicht des Pflegenden, andere aus der Sicht der pflegebedürftigen Person erstellt.

Beim Ausfüllen des Antrags können Sie sich natürlich Unterstützung holen. Wichtig ist am Ende die Unterschrift der pflegebedürftigen Person bzw. die der bevollmächtigten (Pflege-)Person.

2.3 Wie ist der Antrag auf Kurzzeitpflege aufgebaut?

Je nach Krankenkasse kann der Antrag auf Kurzzeitpflege sehr unterschiedlich aussehen. Die folgenden Informationen sollten Sie in jedem Fall bereithalten:

  • Angaben zur pflegebedürftigen Person
    Sie benötigen in jedem Fall die Krankenversicherten- bzw. Pflegeversichertennummer der pflegebedürftigen Person. Auch der Name sowie Geburtsdatum und Wohnort können Teil des Antragsformulars sein.
  • Der Zeitraum, für den die Kurzzeitpflege beantragt wird
    In den entsprechenden Feldern tragen Sie ein, in welchem Zeitraum die Kurzzeitpflege durchgeführt werden soll. Achten Sie hierbei auf die im Rahmen der Kurzzeitpflege vorgesehene Höchstdauer von 4 Wochen (8 Wochen im Fall einer Kombination mit der Verhinderungspflege).
  • Die Einrichtung, in der die Kurzzeitpflege durchgeführt werden soll
    Sie benötigen in jedem Fall den Namen und die Anschrift der von Ihnen gewählten Einrichtung. Die hier abgefragten Daten werden benötigt, damit die Pflegekasse die Pflegekosten direkt an die Einrichtung zahlen kann. Achten Sie unbedingt darauf, dass es sich um eine für die Kurzzeitpflege zugelassene Einrichtung handelt. Ist eine solche Einrichtung nicht verfügbar, dann suchen Sie im Vorfeld das Gespräch mit Ihrer Pflegekasse.

Auch die folgenden Informationen können Teil des Antrags auf Kurzzeitpflege sein:

  • Der Grund für die Beantragung
    In der Regel wird der Grund für die Beantragung der Kurzzeitpflege abgefragt. Die typischen Auswahlmöglichkeiten sind:
    • Erkrankung der Pflegeperson
    • Urlaub der Pflegeperson
    • Krisensituation, die eine Versorgung im eigenen Zuhause unmöglich macht und eine Unterbringung erfordert
    • Unterbringung im Anschluss an eine stationäre Behandlung
  • Angaben zur Betreuungsperson
    Auch Name und andere personenbezogene Daten zur Betreuungsperson können Teil des Formulars sein.
  • Weitere Angaben
    Je nach Kasse können noch individuelle Punkte Bestandteil des Antrags sein. So bietet die DAK beispielsweise an, Hilfe bei der Suche nach einer geeigneten Einrichtung zu leisten. Hierfür kann einfach ein Feld angekreuzt werden. Auch gibt es Krankenkassen wie die IKK, bei denen derselbe Antrag sowohl zur Beantragung von Kurzzeit- als auch von Verhinderungspflege genutzt wird. Je nach Formular kann auch die Übernahme von Mitteln aus der Verhinderungspflege direkt aufgenommen werden.

Bei einem Blick auf die verschiedenen Antragsformulare wird klar: Es gibt keine allgemeingültige Norm und je nach Ausführung und Situation kann es notwendig sein, noch einmal gesondert Kontakt mit der Pflegeversicherung aufzunehmen, um offene Fragen zu klären und weitere Schritte einzuleiten. Schauen Sie sich das für Sie relevante Formular in jedem Fall frühzeitig genau an, um die Kurzzeitpflege optimal organisieren zu können.

2.4 Kurzzeitpflege beantragen – So gehen Sie vor

Damit Sie eine umfassende und fachgerechte Betreuung Ihrer pflegebedürftigen Angehörigen sicherstellen können, sollten Sie bei der Beantragung von Kurzzeitpflege die folgenden Schritte in die Wege leiten:

  1. Die Planung der Kurzzeitpflege
    Wann soll die Kurzzeitpflege stattfinden? Bei einem Urlaub ist die Ersatzpflege gut planbar und Sie haben genug Zeit, alle nötigen Vorbereitungen zu treffen. Im Notfall ist dagegen schnelles Handeln geboten. Kontaktieren Sie im Notfall direkt Ihre Pflegekasse und lassen Sie sich unterstützen.
  2. Die Wahl der Pflegeeinrichtung
    Sobald Sie wissen, wann die Kurzzeitpflege stattfinden soll, können Sie nach einer geeigneten und zertifizierten Einrichtung suchen. Hierzu können Sie online recherchieren oder sich direkt an Ihre Krankenkasse wenden. Diese wird Ihnen eine entsprechende Liste zukommen lassen. Auch Online-Portale können bei der Suche helfen.Kontaktieren Sie die in Frage kommenden Einrichtungen im Vorfeld und lassen Sie sich zu den Kosten und weiteren wichtigen Eckpunkten rund um die Pflege Ihrer Angehörigen informieren. Im Idealfall können Sie bei einem Besuch vor Ort herausfinden, ob die Einrichtung Ihren Anforderungen genügt.Wichtig: Die Suche nach einem Platz für die Kurzzeitpflege kann sich unter Umständen schwierig gestalten, denn je nach Region und Aufkommen sind diese rar gesät. Es ist also umso wichtiger, sich frühzeitig um einen Platz zu kümmern. Im Notfall können Sie auf die Hilfe Ihrer Pflegekasse zählen.
  3. Der Antrag auf Kurzzeitpflege
    Haben Sie eine geeignete Einrichtung zur Kurzzeitpflege gefunden, so können Sie den von Ihrer Kasse bereitgestellten Antrag ausfüllen und absenden. Viele Krankenkassen akzeptieren auch eine E-Mail mit dem eingescannten Antrag im Anhang oder bieten Möglichkeiten zum einfachen Datei-Upload. So können Sie den Prozess vereinfachen und Zeit sparen, falls es schnell gehen soll.Wenn Sie nur wenig Zeit haben, eine Unterbringung zur Kurzzeitpflege zu organisieren, kann es schwierig sein, eine passende Einrichtung zu finden. Falls Sie zum Zeitpunkt der Antragsstellung noch keine Einrichtung gefunden haben, bieten einige Kassen daher die Möglichkeit, dies schon im Antrag mit anzugeben, sodass Sie bei der Suche direkt unterstützt werden. Der Antrag kann so frühzeitig eingereicht werden, die Einrichtung wird nachgetragen. Auch bei diesem Thema gilt: Setzen Sie sich mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung und klären Sie die Details persönlich.
  4. Der Antrag wird angenommen/abgelehnt
    Nachdem der Antrag auf Kurzzeitpflege von der Pflegekasse bearbeitet wurde, erhalten Sie Nachricht darüber, ob der Antrag angenommen oder abgelehnt wurde. Sind die Voraussetzungen für die Kurzzeitpflege gegeben, so gibt es in der Regel keinen Grund, warum der Antrag abgelehnt werden sollte. Sofern dies doch der Fall ist, sollten Sie sich über die Gründe informieren lassen und ggf. eine alternative Lösung suchen bzw. Widerspruch einlegen.

Die Beantragung einer Kurzzeitpflege ist lange im Voraus oder kurzfristig möglich. In jedem Fall ist es ratsam, sich schon einmal im Vorfeld nach einer geeigneten Einrichtung umgeschaut zu haben und eventuelle Besonderheiten mit der Pflegekasse abzusprechen.

2.5 Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad beantragen – ist das möglich?

Grundlegend wird eine Kostenerstattung im Rahmen der Kurzzeitpflege erst ab dem Pflegegrad 2 gewährt. Aber was ist, wenn Menschen ohne Pflegegrad oder mit Pflegegrad 1 nach einem Unfall oder einer OP eine stationäre Unterbringung benötigen? Tatsächlich ist es in besonderen Fällen auch möglich, die Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad zu beantragen.

In unserem FAQ zum Thema Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad haben wir die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.

2.6 FAQ – Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad

  • Wann ist eine Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad möglich?

    Sofern kein Pflegegrad oder der Pflegegrad 1 vorliegt, sind die Voraussetzungen für die Genehmigung einer Kurzzeitpflege durch die Pflegekasse andere als die für eine Beantragung mit Pflegegrad. Während ab Pflegegrad 2 auch ein Urlaub der Hauptpflegeperson als Grund angegeben werden kann, ist dies ohne Pflegegrad nicht der Fall. Hier sollen wirklich nur echte Notfälle abgedeckt werden. Eine Genehmigung ist also nur in zwei Fällen möglich:

    1. Es liegt eine schwere Erkrankung vor, die eine Versorgung im eigenen Zuhause unmöglich macht.
    2. Nach einem Krankenhausaufenthalt – z.B. nach einem Unfall – ist eine Pflege/Betreuung im eigenen Zuhause nicht möglich.
  • Für wen eignet sich eine Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad?

    Die Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad ist für Menschen geeignet, die nicht oder nur in sehr eingeschränktem Rahmen pflegebedürftig sind und infolge eines gesundheitlichen Problems für einen gewissen Zeitraum nicht im eigenen Zuhause versorgt werden können. Häufig nehmen Alleinlebende die Leistung in Anspruch. Auch wenn eine Pflegeperson prinzipiell verfügbar ist, die benötigte Pflegearbeit jedoch nachweislich nicht leisten kann, ist die Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad möglich.

    Typische Situationen, in denen eine Kurzzeitpflege auch ohne Pflegegrad genehmigt wird, sind:

    • die betroffene Person lebt allein und weder Angehörige noch Freunde können die notwendige Pflege übernehmen
    • die Pflege kann prinzipiell nicht im eigenen Zuhause stattfinden
    • die betroffene Person pflegt selbst eine*n Angehörige*n und eine gemeinsame Unterbringung ist notwendig
  • Wie lange kann die Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad beantragt werden?

    Für die Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad stehen insgesamt 4 Wochen pro Kalenderjahr zur Verfügung.

  • Wie viel kostet die Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad?

    Auch für die Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad gilt der gesetzlich festgelegte jährliche Betrag von 1.774 Euro. Dieser wird jedoch nicht wie bei Vorliegen eines Pflegegrads von der Pflegekasse gezahlt, sondern von der Krankenkasse.

    Auch wenn Sie Kurzzeitpflege ohne einen Pflegegrad beantragen, kommt der übliche Eigenanteil auf Sie zu. Beachten Sie dies unbedingt bei Ihrer Planung.

  • Wie beantragt man Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad?

    Um auch ohne einen Pflegegrad bzw. auch mit Pflegegrad 1 Kurzzeitpflege zu beantragen, benötigen Sie eine ärztliche Bescheinigung. Diese gibt Auskunft darüber, dass die stationäre Betreuung in einer entsprechenden Einrichtung notwendig ist.

    Wenn die pflegebedürftige Person nach einem Unfall, einer OP oder bei einer schweren Erkrankung im Krankenhaus untergebracht ist, wird der Antrag auf die nachfolgende Kurzzeitpflege in der Regel schon jetzt beantragt. Das Krankenhaus – genauer das Entlassungsmanagement – wird sich diesbezüglich mit der betroffenen Person in Verbindung setzen.

    Ob für die Beantragung von Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad ein spezielles Formular notwendig ist, sollten Sie am besten direkt mit Ihrer Krankenkasse besprechen. Hier kann man Sie auch zum genauen Vorgehen oder zu Alternativen beraten.

2.7 Die wichtigsten Informationen zum Beantragen der Kurzzeitpflege auf einen Blick

  • Bei Ihrer zuständigen Krankenkasse erhalten Sie einen Vordruck für den Antrag auf Kurzzeitpflege.
  • Der Antrag auf Kurzzeitpflege wird von der pflegebedürftigen Person oder durch eine bevollmächtigte Person gestellt.
  • Dem Antrag wird stattgegeben, wenn alle für die Kurzzeitpflege wichtigen Voraussetzungen erfüllt sind.
  • Am besten beantragen Sie die Kurzzeitpflege so schnell wie möglich, um eine reibungslose Abwicklung zu gewährleisten.
  • Die Kurzzeitpflege ist für Personen mit den Pflegegraden 2 bis 5 vorgesehen. In besonderen Fällen ist es jedoch auch möglich, Kurzzeitpflege ohne Pflegegrad oder mit Pflegegrad 1 zu beantragen.

3. Kurzzeitpflege organisieren – Das müssen Sie beachten

Wenn sich eine Pflegesituation ändert, gibt es viel zu organisieren. Die Kurzzeitpflege ist eines der wichtigsten Mittel, mit denen Sie die umfassende Versorgung von pflegebedürftigen Angehörigen sicherstellen können. Aber wie genau gehen Sie bei der Organisation vor und worauf sollten Sie achten? Im letzten Teil unseres Ratgebers zur Kurzzeitpflege möchten wir Ihnen auch dafür handfeste Tipps an die Hand geben.

Inhaltsverzeichnis

3.1 Kurzzeitpflege oder Verhinderungspflege – was ist die richtige Wahl?
3.2 Kurzzeitpflege Eigenanteil – Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?
3.3 Wie finden Sie freie Plätze für eine Kurzzeitpflege?
3.4 Kurzzeitpflege nach einem Krankenhausaufenthalt – Was ist zu beachten?
3.5 Kurzzeitpflege zu Hause – Betreuungslücken im eigenen Heim überbrücken
3.6 Kurzzeitpflege von Pflege zu Hause Küffel – Zuverlässige Ersatzpflege im eigenen Zuhause
3.7 Die Vorteile einer Kurzzeitpflege von Pflege zu Hause Küffel liegen auf der Hand
3.8 Fazit: Die wichtigsten Informationen zur Organisation der Kurzzeitpflege auf einen Blick

3.1 Kurzzeitpflege oder Verhinderungspflege – was ist die richtige Wahl?

Der Unterschied zwischen den beiden Arten der Ersatzpflege ist klar: Während die Kurzzeitpflege stationär stattfindet, wird die Verhinderungspflege im eigenen Zuhause erbracht. In vielen Fällen ist klar, welche Variante die richtige ist, manchmal gibt es jedoch einen gewissen Spielraum und Sie müssen entscheiden: Welche Form der Ersatzpflege ist jetzt am besten geeignet? Um Ihnen diese Entscheidung leichter zu machen, haben wir hier wichtige Fragen zusammengetragen, die Sie sich stellen sollten.

  • Wie hoch ist der tatsächliche Pflegeaufwand?
    In vielen Situationen – beispielsweise nach einem Unfall oder einer Operation – ist schnell klar, dass die notwendige Pflegearbeit die Möglichkeiten von pflegenden Angehörigen übersteigt. Manchmal ist der entscheidende Faktor jedoch vielmehr, was sich die Pflegeperson zutraut. Sind Sie in der Lage dazu, die pflegebedürftige Person beispielsweise nicht mehr nur beim Essen zu unterstützen, sondern auch beim Aufstehen aus dem Bett? Können Sie einen erwachsenen Menschen umlagern? Diese und ähnliche pflegerische Tätigkeiten verlangen nicht nur Wissen, sondern auch Körperkraft. Wenn Sie die Versorgung nicht leisten können und auch niemand sonst für eine kurze Zeit mit unterstützen kann, kann die Kurzzeitpflege die bessere Lösung sein. Alternativ ist auch eine Versorgung durch einen ambulanten Dienst möglich. Diese kann im Rahmen der Verhinderungspflege finanziert werden.
  • Was wünscht sich die pflegebedürftige Person?Auch wenn es möglich ist: Möchte die pflegebedürftige Person überhaupt in einer Einrichtung versorgt werden, auch wenn es nur für eine kurze Zeit ist? Je nach Zustand und Pflegebedarf ist es vielleicht doch möglich, dem Wunsch Ihrer pflegebedürftigen Angehörigen nach einer Versorgung im eigenen Zuhause zu entsprechen. Ambulante Pflegedienste, die Pflege in häuslicher Gemeinschaft und andere Varianten können gangbare Alternativen zur Kurzzeitpflege sein.
  • Können Sie den für die Kurzzeitpflege nötigen Eigenanteil leisten?
    Da für die Kurzzeitpflege ein nicht unbeträchtlicher Eigenanteil anfällt, sollten Sie auch darüber nachdenken, ob Sie diesen leisten können. Falls die Kosten Ihre Möglichkeiten übersteigen, sollten Sie sich mit der zuständigen Pflegekasse in Verbindung setzen, um mögliche Alternativen zu besprechen.

Der Regelfall: Verhinderungspflege für planbare Abwesenheiten, Kurzzeitpflege für den Notfall

Die meisten pflegebedürftigen Menschen ziehen eine Betreuung im eigenen Zuhause vor. Auch Angehörige möchten es ihren Lieben gern ermöglichen, so lange wie möglich eine Unterbringung im Heim zu vermeiden. Wenn Pflegepersonen ausfallen oder einen Urlaub planen, wird daher meistens die Verhinderungspflege gewählt, um die fortlaufende Betreuung zu gewährleisten. Die Kurzzeitpflege ist demgegenüber häufig eine Lösung für den Notfall, wenn eine Betreuung zuhause nicht machbar ist oder keine geeignete Pflegeperson einspringen kann.

3.2 Kurzzeitpflege Eigenanteil – Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Wie oben bereits beschrieben, kommt bei der Finanzierung der Kurzzeitpflege ein nicht unbeträchtlicher Eigenanteil auf Sie zu. Tatsächlich übernimmt die Kasse nur die Pflegekosten, nicht aber die Investitionskosten sowie die Kosten für Unterbringung und Verpflegung (Hotelkosten). Um diesen Eigenanteil zu finanzieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die wir hier für Sie aufgeführt haben.

  • Entlastungsbeträge für die Kurzzeitpflege einsetzen
    Ab dem Pflegegrad 1 steht pflegebedürftigen Personen monatlich ein sogenannter Entlastungsbetrag von 125 Euro zu. Diese Beträge können angespart und im Fall der Kurzzeitpflege zur Finanzierung genutzt werden. Der Entlastungsbetrag wird von Monat zu Monat übertragen, auch nach Jahresende können eventuelle Restbeträge noch bis zum Ende des Monats Juni abgerufen werden. Prüfen Sie im Fall einer notwendigen Kurzzeitpflege also, ob Sie hier noch ein Budget zur Verfügung haben.Wenn Sie im Vorfeld wissen, dass eine Kurzzeitpflege notwendig sein wird und die Gelder nicht an anderer Stelle benötigt werden, können Sie die Entlastungsbeträge auch vorsorglich ansparen.Wie können Sie den Entlastungsbetrag für die Kurzzeitpflege einsetzen? Hierzu reichen Sie die Rechnung der Einrichtung, in der die Betreuung stattfindet, bei Ihrer Pflegekasse ein. Es ist auch möglich, dass der Entlastungsbetrag direkt von der Pflegeeinrichtung mit der Kasse abgerechnet wird. Fragen Sie hier am besten direkt bei Ihrer zuständigen Pflegekasse sowie bei der entsprechenden Einrichtung nach.
  • Das Pflegegeld nutzen
    Ab dem Pflegegrad 2 erhalten pflegebedürftige Menschen Pflegegeld. Dieses wird auch während der Kurzzeitpflege ausgezahlt, jedoch erhalten Sie nur 50% des sonst üblichen Betrags. Somit kann je nach Pflegegrad monatlich folgender Betrag für die Kurzzeitpflege verwendet werden:- Pflegegrad 2: 158 Euro
    – Pflegegrad 3: 272,50 Euro
    – Pflegegrad 4: 364 Euro
    – Pflegegrad 5: 450,50 Euro

    Gerade bei höheren Pflegegraden fallen auch die Pflegekosten in den Einrichtungen höher aus, sodass das Pflegegeld hier besonders nötig ist, um den Eigenanteil zu finanzieren.
  • Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege kombinieren
    Wie oben bereits genauer erläutert, können nicht genutzte Gelder aus dem Budget der Verhinderungspflege für die Kurzzeitpflege genutzt werden. Diese werden jedoch nur für die von der Kasse geleisteten Pflegekosten eingesetzt. Die Kombination der beiden Ersatzpflege Budgets lohnt sich aber dennoch, vor allem wenn ein längerer Aufenthalt notwendig ist oder ein höherer Pflegegrad vorliegt, denn sobald die von der Pflegekasse bereitgestellten Gelder für die Pflegekosten aufgebraucht sind, müssen auch diese von der pflegebedürftigen Person selbst getragen werden.
  • Kurzzeitpflege von der Steuer absetzen
    Im Rahmen der “außergewöhnlichen Belastung” ist es tatsächlich möglich, einen Teil der Kosten für die Kurzzeitpflege von der Steuer abzusetzen. Grundlegend können Pflegekosten im Rahmen der außergewöhnlichen Belastung nach § 33 EStG geltend gemacht werden. Unterschieden wird allgemein zwischen der zumutbaren Belastung, die von individuellen Faktoren wie Familienstand, Einkünften und mehr abhängig ist, und der außergewöhnlichen Belastung, die alle Kosten umfasst, die darüber hinausgehen. Ob Sie einen Teil der im Rahmen der Kurzzeitpflege anfallenden Pflegekosten als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen können, hängt also von vielen individuellen Faktoren ab. Lassen Sie sich gegebenenfalls durch Steuerberater oder qualifizierte Beratungsstellen informieren.
  • Kurzzeitpflege mit Hilfe des Sozialamts finanzieren
    Wenn es gar keine andere Möglichkeit gibt, kann auch das Sozialamt dabei helfen, den für die Kurzzeitpflege anfallenden Eigenanteil zu finanzieren. Hierfür stellen Sie beim zuständigen Sozialamt einen sogenannten Antrag auf Hilfe zur Pflege. Am besten lassen Sie sich schon im Vorfeld dazu informieren, ob diese Unterstützung für Sie in Frage kommt und mit welchem Betrag Sie rechnen können. Beachten Sie dabei, dass mindestens Pflegegrad 2 vorliegen muss, um diese Hilfe zu erhalten.

Die Finanzierung des für die Kurzzeitpflege anfallenden Eigenanteils ist nicht immer leicht. Informieren Sie sich unbedingt im Vorfeld zu Ihren Möglichkeiten und scheuen Sie nicht davor zurück, die verfügbaren Mittel auch zu nutzen. Gerade bei einem hohen Pflegegrad und einer längeren Unterbringung können die Kosten schnell sehr hoch ausfallen. Nicht zuletzt ist es auch darum wichtig, zu klären, ob die Versorgung nicht doch im eigenen Zuhause erfolgen und anders finanziert werden kann.

3.3 Wie finden Sie freie Plätze für eine Kurzzeitpflege?

Alle Anträge sind gestellt, die Finanzierung ist geklärt – und trotzdem kann es bei der Organisation der Kurzzeitpflege noch zu Problemen kommen. Je nach Region und Aufkommen kann es sehr schwer sein, einen freien Platz in einer geeigneten und auch für die Kurzzeitpflege zugelassenen Einrichtung zu finden. In diesem Fall gibt es einige Anlaufstellen und Tipps, die Sie kennen sollten.

  • Einen Kurzzeitpflegeplatz über das Internet finden
    Die Suche im Internet liegt auch in Sachen Kurzzeitpflegeplatz nahe – und bietet viele Anlaufstellen. Je nach Bundesland oder Region gibt es spezielle Platzbörsen, so zum Beispiel den Heimfinder NRW . Auch Trägergesellschaften wie der DRK bieten eigene Pflegebörsen an, über die Sie einen Platz finden können. Suchen Sie am besten direkt über Google nach Kurzzeitpflege freie Plätze + Bundesland/Region. So erhalten Sie direkt erste Ressourcen für Ihre Suche.
  • Einen Kurzzeitpflegeplatz über die Krankenkasse finden
    Wenn Sie selbst keine passende Einrichtung mit einem freien Platz für das von Ihnen vorgesehene Zeitfenster finden, sollten Sie sich an die zuständige Kranken- bzw. Pflegekasse wenden. Auch die Kassen selbst betreiben zum Teil Portale zur Platzsuche und können Ihnen dabei helfen, eine Versorgung in einer geeigneten Einrichtung zu gewährleisten. Wenn Sie sichergehen wollen, dass mit dem Platz für die Kurzzeitpflege alles klappt, melden Sie sich so früh wie möglich und führen Sie Ihre private Suche parallel durch.Vielfach bieten die Krankenkassen auch ein eigenes Portal zur Platzsuche an. Hier sind einige dieser Angebote für Sie aufgelistet.- Der Pflegelotse der DAK
    Der Pflegenavigator der AOK
    Der Pflegelotse der TK
  • Einen Kurzzeitpflegeplatz in einer alternativen Einrichtung beantragen
    Die Kurzzeitpflege kann nur in Einrichtungen durchgeführt werden, die offiziell dafür zugelassen sind. In besonderen Fällen kann die Betreuung jedoch auch in Einrichtungen durchgeführt werden, die nicht über die entsprechende Zulassung verfügen. Voraussetzung hierfür ist, dass es nachweislich keine Alternative, d.h. keinen freien Platz in einer zugelassenen Einrichtung gibt. Klären Sie dies am besten direkt mit Ihrer zuständigen Krankenkasse.

3.4 Kurzzeitpflege nach einem Krankenhausaufenthalt – Was ist zu beachten?

Kurzzeitpflege wird vor allem dann eingesetzt, wenn nach einem Krankenhausaufenthalt weitere Betreuung notwendig ist, die nicht zuhause geleistet werden kann. Was Sie in diesem Fall beachten müssen, haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst.

Wann ist die Kurzzeitpflege nach einem Krankenhausaufenthalt notwendig?

Ob nach einem geplanten Eingriff oder einem Unfall: Krankenhäuser übernehmen die Versorgung von Patienten nur, solange ein stationärer Aufenthalt wirklich nötig ist. Mit der Entlassung ist jedoch nicht automatisch gegeben, dass sich Patienten auch allein versorgen können. Wenn die Genesung länger dauert und eine Betreuung notwendig ist, die nicht im eigenen Zuhause der Betroffenen geleistet werden kann, ist die Kurzzeitpflege die richtige Wahl.

Wer kann Kurzzeitpflege nach einem Krankenhausaufenthalt beantragen?

Die folgenden Faktoren sind ausschlaggebend dafür, ob eine Kurzzeitpflege nach einem Krankenhausaufenthalt von der Pflegekasse gewährt und finanziert wird:

  • Die Schwere der Erkrankung
    Hilfe in Form der Kurzzeitpflege wird im Falle einer schweren Erkrankung oder einer starken Verschlechterung einer bestehenden Krankheit gewährt.
  • Krankenhausaufenthalt
    Die Kurzzeitpflege folgt einem stationären Aufenthalt im Krankenhaus oder soll nach einer ambulanten Operation erfolgen.
  • Die Pflegebedürftigkeit
    Damit die Kurzzeitpflege gewährt wird, muss eine klar feststellbare Pflegebedürftigkeit vorliegen. Dies kann entweder schon durch den bestehenden Pflegegrad gegeben sein (Pflegegrad 2 bis 5) oder sie wird durch die zuständigen Ärzte bescheinigt, wenn kein Pflegegrad bzw. nur Pflegegrad 1 vorliegt.
  • Die Pflege kann nicht im eigenen Zuhause stattfinden
    Die Kurzzeitpflege wird nur dann gewährt, wenn eine Versorgung im eigenen Zuhause in keinem Fall möglich ist.

3.5 Kurzzeitpflege zu Hause – Betreuungslücken im eigenen Heim überbrücken

Strenggenommen ist eine Kurzzeitpflege zu Hause im Sinne des Gesetzgebers nicht möglich, denn diese Form der Ersatzpflege ist nur für eine stationäre Unterbringung gedacht. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie keine Möglichkeiten haben, für einen begrenzten Zeitraum eine professionelle Pflege im eigenen Zuhause zu organisieren. Ist eine besonders umfangreiche Betreuung notwendig, bietet sich die 24 Stunden Pflege im Rahmen der Verhinderungs- bzw. der Ersatzpflege an.

3.6 Kurzzeitpflege von Pflege zu Hause Küffel – Zuverlässige Ersatzpflege im eigenen Zuhause

Eine unerwartete Verschlechterung des Gesundheitszustands, eine Operation oder ein Sturz – Senioren können aus verschiedenen Gründen plötzlich Unterstützung in ihrem Alltag benötigen. Häufig versuchen Angehörige dann selbst die Betreuung zu leisten, was allerdings schnell zu Überforderung führen kann.

In solchen Fällen ermöglicht die „Kurzzeitpflege“ von Pflege zu Hause Küffel übergangsweise die notwendige Unterstützung durch eine sogenannte 24-Stunden-Pflegekraft aus Osteuropa. Geschulte und freundliche Betreuungskräfte ziehen dabei bei Pflegebedürftigen ein und helfen beim Kochen, im Haushalt, bei Arztbesuchen, der Körperpflege und vielen anderen alltäglichen Aufgaben. Mit Pflege zu Hause Küffel finden Sie schnell und unkompliziert eine professionelle 24-Stunden-Betreuung, um den kurzfristigen Engpass zu überbrücken.

3.7 Die Vorteile einer Kurzzeitpflege von Pflege zu Hause Küffel liegen auf der Hand

  • Schnelle Hilfe, wenn Sie eine Auszeit benötigen
    Wir sind in der Lage, schnell und unkompliziert eine geeignete Betreuungskraft für Ihre Angehörigen zu finden und übernehmen einen Großteil der Organisation.
  • 1-zu-1 Betreuung in der gewohnten Umgebung
    Die Pflegekraft ist vor Ort und kann sich die nötige Zeit für eine liebevolle Pflege nehmen. Ihre Angehörigen müssen sich nicht an eine neue, fremde Umgebung gewöhnen und werden nicht aus ihrem Alltag gerissen.
  • Kosten werden zum Großteil von der Pflegeversicherung getragen
    Die Kurzzeitpflege im eigenen Zuhause kann im Rahmen der Verhinderungspflege gut finanziert werden.
  • Unbürokratisch und mit wenig Aufwand verbunden
    Keine langwierigen Anträge oder Suche nach einem Platz im Pflegeheim: Mit uns organisieren Sie die Pflege unbürokratisch und einfach.
  • Bei Bedarf kann auch der Pflegedienst als zusätzliche Unterstützung hinzugezogen werden
    Wenn eine medizinische Versorgung notwendig ist, kann ein ambulanter Pflegedienst problemlos mit unseren Leistungen kombiniert werden.

3.8 Fazit: Die wichtigsten Informationen zur Organisation der Kurzzeitpflege auf einen Blick

  • Um den Eigenanteil für die Kurzzeitpflege zu finanzieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sollte eine Finanzierung überhaupt nicht möglich sein, finden Sie Hilfe beim Sozialamt.
  • Die Suche nach einem freien Platz in einer Pflegeeinrichtung für die Kurzzeitpflege ist nicht immer leicht. Spezielle Web-Portale sowie die Pflegekassen können hierbei weiterhelfen.
  • Die Kurzzeitpflege nach einem Krankenhausaufenthalt ist auch für Personen ohne Pflegegrad möglich. Die Notwendigkeit muss in diesem Fall durch einen Arzt bescheinigt werden.
  • Eine Alternative zur stationären Kurzzeitpflege ist die 24h-Betreuung im eigenen Zuhause, z.B. durch eine polnische Pflegekraft.

Kurzzeitpflege: Die richtige Wahl zur Überbrückung von kurzen Betreuungsengpässen

Ob im Notfall oder im Rahmen einer geplanten Abwesenheit: Die Kurzzeitpflege erlaubt es pflegenden Angehörigen, Betreuungsengpässe sicher zu überbrücken. Einzig der anfallende Eigenbeitrag kann als Nachteil gewertet werden, jedoch gibt es verschiedene Möglichkeiten für eine Finanzierung.

Sie sind sich nicht sicher, ob die Kurzzeitpflege die richtige Option für Sie ist, oder ob nicht doch eine Versorgung im eigenen Zuhause möglich wäre? Wir helfen Ihnen gern persönlich weiter und beraten Sie umfassend zu Ihren Möglichkeiten.

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