Eine Frau mittleren Alters sitz am Laptop und macht sich Notizen

Pflegegradrechner: Kostenlos & schnell den Pflegegrad online berechnen

Mit unserem kostenlosen Pflegegradrechner erhalten Sie in wenigen Minuten eine erste, verlässliche Einschätzung Ihrer Pflegesituation. Finden Sie heraus, ob sich ein Erstantrag bei der Pflegekasse lohnt oder ob ein Widerspruch gegen einen bestehenden Bescheid sinnvoll ist. Der Rechner führt Sie Schritt für Schritt durch alle relevanten Fragen – einfach, anonym und unverbindlich.
Der Pflegegradrechner auf einen Blick

  • Was ist der Zweck?
    Er gibt Ihnen eine kostenlose und unverbindliche Ersteinschätzung, welcher der fünf Pflegegrade (1-5) für Sie oder Ihre Angehörigen am wahrscheinlichsten ist.
  • Wie funktioniert er?
    Sie beantworten gezielte Fragen zur Selbstständigkeit im Alltag, genau wie bei der offiziellen Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MD).
  • Was ist das Ergebnis?
    Sie erhalten den voraussichtlichen Pflegegrad und eine klare Übersicht der Ihnen zustehenden Hauptleistungen, wie z. B. das monatliche Pflegegeld.
Wichtiger Hinweis:
Das Ergebnis dient Ihrer Orientierung und Vorbereitung. Die endgültige, rechtskräftige Einstufung erfolgt ausschließlich durch einen Gutachter des MD.

Unser Pflegegradrechner

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Weitere Informationen
Pflegerin hilft alter Frau mit Kruecke beim Aufstehen

Was ist ein Pflegegrad und warum ist er wichtig?

Der Pflegegrad (ehemals Pflegestufe) beschreibt, wie stark eine Person in ihrer Selbstständigkeit eingeschränkt ist und wie viel Unterstützung sie im Alltag benötigt. Seit 2017 gibt es fünf Pflegegrade, die eine genauere und individuellere Einstufung des Hilfebedarfs ermöglichen. Je höher der Pflegegrad, desto umfangreicher sind die Leistungen, die Ihnen von der Pflegeversicherung zustehen. Dazu gehören zum Beispiel Pflegegeld, Pflegesachleistungen oder Zuschüsse für einen Heimplatz.

Wie wird der Pflegegrad ermittelt? Die 6 Module der Begutachtung

Die Einstufung in einen Pflegegrad erfolgt nicht willkürlich. Ein Gutachter des Medizinischen Dienstes (MD) oder von MEDICPROOF prüft die Selbstständigkeit anhand eines bundesweit einheitlichen Systems. Dabei werden sechs Lebensbereiche, sogenannte Module, bewertet und mit Punkten gewichtet.

  1. Mobilität (10 %): Wie selbstständig kann sich die Person fortbewegen? (z. B. Aufstehen, Treppensteigen, Fortbewegen innerhalb der Wohnung)
  2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten (15 %):Wie gut funktioniert die Orientierung? Kann die Person Gespräche führen und Entscheidungen treffen?
  3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen (15 %): Benötigt die Person Hilfe aufgrund von psychischen Belastungen wie Ängsten, Aggressionen oder nächtlicher Unruhe? (Hier gilt der höhere Wert aus Modul 2 oder 3).
  4. Selbstversorgung (40 %): Wie gut klappt die tägliche Körperpflege, das An- und Auskleiden sowie das Essen und Trinken?
  5. Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen (20 %):Kann die Person selbstständig Medikamente einnehmen, Blutzucker messen oder mit Hilfsmitteln umgehen?
  6. Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakte (15 %): Kann die Person ihren Tagesablauf selbstständig planen und Kontakte pflegen?
Älterer Mann im Rollstuhl mit freundlicher Betreuerin

Die 5 Pflegegrade nach Punkten im Überblick

Aus den Punkten der einzelnen Module wird ein Gesamtpunktwert errechnet, der über den Pflegegrad entscheidet.

  • Pflegegrad 1: 12,5 bis unter 27 Punkte (Geringe Beeinträchtigung)
  • Pflegegrad 2: 27 bis unter 47,5 Punkte (Erhebliche Beeinträchtigung)
  • Pflegegrad 3: 47,5 bis unter 70 Punkte (Schwere Beeinträchtigung)
  • Pflegegrad 4: 70 bis unter 90 Punkte (Schwerste Beeinträchtigung)
  • Pflegegrad 5: 90 bis 100 Punkte (Schwerste Beeinträchtigung mit zusätzlichen besonderen Fähigkeitsanforderungen an die Pflege)
Ein älteres Paar bespricht ein Dokument

So hilft Ihnen unser Pflegegradrechner

Unser Rechner ist das ideale Werkzeug zur Vorbereitung. Nutzen Sie das Ergebnis als Grundlage:

  • Für den Erstantrag: Wenn Sie unsicher sind, ob eine Pflegebedürftigkeit anerkannt wird, liefert Ihnen der Rechner eine fundierte Ersteinschätzung. Das Ergebnis hilft Ihnen, sich auf das Gutachten des Medizinischen Dienstes vorzubereiten.
  • Für den Widerspruch: Wenn Sie oder Ihr Angehöriger bereits einen Pflegegrad erhalten haben, dieser Ihnen aber zu niedrig erscheint, können Sie Ihre eigene Einschätzung mit unserem Rechner überprüfen. Eine Abweichung kann ein guter Grund für einen Widerspruch sein.
Wichtiger Hinweis:
Unser Pflegegradrechner bietet eine Orientierung und eine sehr genaue Schätzung. Er ersetzt jedoch nicht das offizielle Gutachten durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MD) oder MEDICPROOF. Die tatsächliche Einstufung kann im Einzelfall abweichen.