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Pflege durch zugelassene Pflegedienste

Sobald die Pflegebedürftigkeit zunimmt, beispielsweise wenn die Person ihre Grund- und Körperpflege nicht mehr selbst verrichten kann, sodass diese Tätigkeit allmählich von anderen übernommen werden muss, ist es sinnvoll, einen ambulanten Pflegedienst zu beauftragen. Dies führt in der Regel schon zu einer deutlichen Entlastung der Familien und ermöglicht, dass die pflegebedürftige Person auch bei einer eintretenden und bestehenden Grund- und Körperpflege auch dann noch in ihrer Häuslichkeit verbleiben kann, wenn die Angehörigen dieser Herausforderung nicht mehr alleine gerecht werden. Nicht immer lebt die pflegebedürftige Person zusammen mit Angehörigen, sondern allein und erhält Leistungen durch einen ambulanten Pflegedienst. Der Pflegedienst hilft beispielsweise bei der täglichen Körperpflege, beim An- und Auskleiden und/oder bei der Mobilisation. Oftmals sind die Mitarbeiter des Pflegedienstes sogar der einzige und ausschließliche soziale Kontakt des pflegebedürftigen Menschen.

In Deutschland gab es im Jahre 2017 14.100 zugelassene ambulante Pflegedienste mit insgesamt 390.000 Beschäftigten (Statistische Bundesamt 2017).

Diese Tätigkeiten übernimmt ein ambulanter Pflegedienst:

  1. grundpflegerische Tätigkeiten: zum Beispiel Körperpflege, Mobilisation, An- und Auskleiden, Toilettengang
  2. Hilfen bei der Haushaltsführung: zum Beispiel Kochen, Einkaufen, Wohnung reinigen
  3. pflegerische Betreuungsmaßnahmen: zum Beispiel den Alltag gestalten, Hobbys unterstützen, Freizeitaktivitäten und soziale Kontakte fördern
  4. Beratung bei Fragen zu Pflege und Betreuung, Hilfe bei der Vermittlung von Hilfsdiensten wie Essensbelieferung, Organisation von Fahrdiensten und Krankentransporten
  5. medizinische Behandlungspflege: zum Beispiel Medikamentengabe, Verabreichung von Injektionen, Verbandswechsel, Insulingabe (Darf nur von examinierten Pflegekräften ausgeführt werden. Die anfallenden Kosten zahlen die Krankenkassen, nicht die Pflegeversicherung)

Bei den Leistungen 1 bis 4 handelt es sich um Leistungen der Pflegeversicherung. Die medizinische Behandlungspflege ist eine Krankenversicherungsleistung. Somit erfolgt auch die Abrechnung der ersten 4 Leistungsbereiche – sofern ein Pflegegrad besteht – mit der Pflegeversicherung und die medizinische Behandlungspflege wird im Rahmen der Krankenkassenleistungen abgerechnet. Eine Erstattung von Leistungen der Behandlungspflege kann nur dann erfolgen, wenn der behandelnde Arzt eine medizinische Notwendigkeit feststellt und seinem Patienten eine entsprechende Vorordnung für diese Leistungen ausstellt.

Ein nicht unerheblicher Anteil der Versorgungsbedürftigen benötigt den Pflegedienst ausschließlich zur Erbringung von Leistungen der medizinischen Behandlungspflege (klassische Insulingabe, Tabletten stellen oder verabreichen, Verbände wechseln etc.). Ein weiterer Teil nutzt die sogenannten Leistungskomplexe der Grund- und Körperpflege und oder hauswirtschaftliche Dienstleistungen. Einige Kunden wiederum beziehen Leistungen aus beiden Teilbereichen.

Wichtig: Die Pflegekassen zahlen nur für zugelassene Pflegedienste, mit denen ein Versorgungsvertrag besteht (SGB XI, § 72). Darin sind Art, Inhalt und Umfang der allgemeinen Pflegeleistungen festgelegt, die während der Dauer des Vertrages für die Versicherten zu erbringen sind (Versorgungsauftrag).

Für die Dienstleistungen 1 bis 4 von zugelassenen Pflegediensten (häusliche Pflege) zahlt die Pflegekasse Gelder bis zu einer gewissen Höchstgrenze((verlinken, siehe unten)). Die Höhe des Betrages richtet sich nach dem Pflegegrad. Die Kosten für die sogenannten Pflegesachleistungen werden ab Pflegegrad 2 übernommen. Wie der Name bereits impliziert, handelt es sich um eine Sachleistung, in diesem Fall um die Dienstleistungen des ambulanten Pflegedienstes, wie beispielsweise die der Grund- und Körperpflege oder der hauswirtschaftlichen Versorgung.

Übernehmen Angehörige einen Teil der Pflege selbst, können Pflegesachleistungen und Pflegegeld auch miteinander kombiniert werden. Wurde der Betrag für die Pflegesachleistung nicht vollständig vom Pflegedienst in Anspruch genommen, können pflegende Angehörige für die private Betreuung und Pflege anteilig bis zu 50 Prozent des Restbetrag des Pflegegeldes erhalten (siehe Wie Sie verschiedene Leistungen miteinander kombinieren können). Dort finden Sie auch Fallbeispiele, die anschaulich mögliche Leistungskombinationen beschreiben.
 

Darüber hinaus können nicht ausgeschöpfte Sachleistungen umgewandelt werden und der so gewonnene Betrag für Angebote zur Unterstützung im Alltag (siehe dort) ((verlinken))genutzt werden (vgl. § 45b SGB XI).

Merke: Das Pflegegeld wird an Pflegebedürftige ausgezahlt, die von Angehörigen betreut und gepflegt werden. Pflegesachleistungen zahlt die Pflegekasse für die Betreuung und Pflege durch einen zugelassenen Pflegedienst. Eine Kombination aus beidem ist möglich.

Informieren Sie sich bei Ihrer Pflegekasse oder Ihrem Pflegestützpunkt über Pflegedienste in Ihrer Nähe.

Mit welchen Kosten müssen Sie rechnen?

Die Kosten für einen ambulanten Pflegedienst sind variabel. Sie hängen vom Bundesland und von den Vergütungsvereinbarungen zwischen den Pflegekassen und den Pflegediensten ab. Fragen Sie hierzu gerne bei Ihrer Pflegeversicherung nach. Dann können Sie anschließend die zu erwartenden Kosten besser einschätzen. Der Pflegedienst rechnet direkt mit der Pflegeversicherung ab. Sollten Sie privat versichert sein, erfolgt die Abrechnung in der Regel so wie Sie es auch aus anderen Leistungsbereichen gewohnt sind.  

Die Pflegekasse übernimmt die Kosten für Pflegesachleistungen nach SGB XI für ambulante Pflegedienste bis zur derzeitigen Höchstgrenze (Euro pro Monat; Stand: 2019, vgl. auch Tabelle

Höchstgrenze der Kosten für Pflegesachleistungen

Pflegegrad 1kein Anspruch
Pflegegrad 2689 €
Pflegegrad 31.298 €
Pflegegrad 41.612 €
Pflegegrad 51.995 €

Wenn Sie diese Beträge mit denen des Pflegegeldes vergleichen, stellen Sie fest, dass die Beträge für Pflegesachleistungen ungefähr doppelt so hoch ausfallen wie die für Pflegegeld. Dies können Sie ebenfalls der Tabelle 1 entnehmen.

Übersteigen die Kosten diese Höchstbeträge, müssen Sie für den Differenzbetrag selbst aufkommen.


Was erhält der Pflegedienst für seine Leistungen von der Pflegeversicherung?

Das Leistungskomplexsystem ist ein System zur Vergütung von Leistungen der ambulanten Pflegedienste. Zusammengehörende pflegerische und hauswirtschaftliche Verrichtungen werden zu Leistungspaketen, den sogenannten Leistungskomplexen, zusammengefasst und mit Punkten bewertet. Die Punkte werden anschließend mit einem Geldfaktor multipliziert.

Um Ihnen einen ersten Eindruck über die tatsächlichen Preise, der vom Pflegedienst zu erbringenden Leistungen zu ermöglichen, haben wir Ihnen in der nachfolgenden Tabelle beispielhaft einen Auszug verschiedener pflegerischer und hauswirtschaftlicher Verrichtungen (Leistungskomplexe 1 bis 4 sowie 11 bis 15) zusammengestellt.

Auszug einer Beispielübersicht der Leistungskomplexe SGB XI ab 01.01.2019

LeistungskomplexLeistungsartLeistungsinhaltePunktePreis (Punktwert: 0,05021 €)
1Ganzwaschung 
  • Waschen, Duschen, Baden
  • Mund-, Zahn- und Lippenpflege
  • Rasieren
  • Hautpflege
  • Haarpflege (Kämmen, ggf. Waschen)
  • Nagelpflege
  • An- und Auskleiden, inkl. An- und Ablegen von Körperersatzstücken
  • Vorbereiten/Aufräumen des Pflegebereiches
 
42621,39 €
2Teilwaschung 
  • Teilwaschung (z. B. Intimbereich)
  • Mund-, Zahn- und Lippenpflege
  • Rasieren
  • Hautpflege
  • Haarpflege
  • Nagelpflege
  • An- und Auskleiden, inkl. An- und Ablegen von Körperersatzstücken
  • Vorbereiten/Aufräumen des Pflegebereiches
 
22811,45 €
3Ausscheidungen 
  • Utensilien bereitstellen, anreichen
  • zur Toilette führen
  • Unterstützung und allgemeine Hilfestellung (Urin, Stuhl, Schweiß, Sputum, Erbrochenes)
  • Überwachung der Ausscheidung
  • Entsorgen, Reinigen des Gerätes und des Bettes
  • Katheterpflege (insbesondere Wechseln von Urinbeuteln), Stomaversorgung bei Anus praeter (Wechsel und Entleerung des Stomabeutels)
  • Empfehlung zum Kontinenztraining bzw. zur Inkontinenzversorgung
  • Nachbereiten des Pflegebedürftigen, ggf. Intimpflege
 
1045,22 €
4Selbständige Nahrungsaufnahme 
  • mundgerechtes Vorbereiten der Nahrung, auch angelieferte Warmspeisen
  • Lagern und Vorbereiten des Pflegebedürftigen
  • Entsorgen der benötigten Materialien
  • Säubern des Arbeitsbereiches
  • Kenntnisvermittlung (keine Ernährungsberatung) über richtige Ernährung (z. B. Diabetiker), ausreichende Flüssigkeitszufuhr, inkl. Beratung über Esshilfen
 
1045,22 €
[...]
11Einkaufen 
  • Zusammenstellen des Einkaufszettels für Gegenstände des tägl. Bedarfs
  • Einkaufen (inkl. Arzneimittelbeschaffung) und notwendige Besorgungen (z. B. Bank- und Behördengänge)
  • Unterbringung und Versorgung der eingekauften Lebensmittel
  • Anleitung zur Beachtung von Genieß- und Haltbarkeit von Lebensmittel
  • ggf. Wäsche zur Reinigung bringen und abholen
 
1507,53 €
12Zubereiten von warmen Speisen 
  • Anleitung zum Umgang mit Lebensmitteln und Vorbereitung der Lebensmittel
  • Zubereiten von warmen Speisen
  • Säubern des Arbeitsbereiches (z. B. Spülen)
  • Entsorgen des verbrauchten Materials
 
1507,53 €
13Reinigen der Wohnung 
  • Reinigen des allgemeinüblichen Lebensbereiches (z. B. Wohnraum, Bad, Toilette, Küche)
  • Trennen und Entsorgen des Abfalls
  • keine Grundreinigung
 
540 27,11 €
14Waschen und Pflegen der Wäsche und Kleidung 
  • Waschen und trocknen
  • Bügeln
  • Ausbessern
  • Sortieren und einräumen
  • Schuhpflege
 
36018,08 €
15Hausbesuchspauschale 
  • Anfahrt
  • Dokumentation
 
471,95 €
15aErhöhte Hausbesuchtspauschale 
  • Anfahrt
  • Dokumentation
 
1154,90 €

 

Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 können für die Unterstützung im Alltag sowie für Grund- und Körperpflege – auch durch zum Beispiel einen zugelassenen Pflegedienst – den sogenannten Entlastungsbetrag (in Höhe von 125 Euro pro Monat) nutzen. Personen mit Pflegegrad 2 bis 5 erhalten zwar zusätzlich den Entlastungsbetrag, dürfen diesen jedoch nicht für die Leistungen der Grund- und Körperpflege verwenden (vgl. auch Kapitel Entlastungsbetrag, sondern nur für beispielsweise Hilfeleistungen von zugelassenen Anbietern und/oder Dienstleistern einsetzen, wie beispielsweise für Haushaltshilfen oder zugelassene Betreuungsdienstleister.

TIPP!

Stellen Sie frühzeitig einen Antrag auf Pflegesachleistungen, denn die Kosten werden von der Pflegekasse rückwirkend ab dem Tag der Antragstellung übernommen – vorausgesetzt es besteht eine anerkannte Pflegebedürftigkeit mit entsprechendem Pflegegrad.

Ansprechpartnerin
Frau Agnieszka Töpfer
Kundenbetreuerin
Teamleiterin

040 / 2800 854-12
kontakt@pflegezuhause.info

Ansprechpartner
Herr Dennis Küffel
Geschäftsführer
Kundenberater

089/72939621
kontakt@pflegezuhause.info
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