Wir beraten Sie gern!

Auch am Wochenende von 14 bis 16 Uhr

Entlastungsbetrag Pflege: Höhe und Nutzung der Entlastungsleistungen

Die häusliche Pflege von Angehörigen verlangt pflegenden Personen – meist aus dem Bekannten- bzw. Verwandten-Kreis – eine Menge ab. Um diese bei ihrer Arbeit zu entlasten und gleichzeitig ein hohes Qualitätsniveau häuslicher Pflege sicherzustellen, gibt es das Modell des sogenannten Entlastungsbetrags. So kann der Entlastungsbetrag die Pflege von Angehörigen etwa dadurch vereinfachen, dass unterschiedlichste qualifizierte Leistungen rund um die Versorgung und Betreuung pflegebedürftiger Personen finanziert werden.

Welche Voraussetzungen für einen Anspruch auf den Betrag vorliegen müssen, wie hoch der Betrag ausfällt und wie dieser am besten mit weiteren Leistungen kombiniert werden kann, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Wenn nach der Lektüre noch Fragen offen sein sollten, melden Sie sich gern bei uns – unsere Experten helfen Ihnen gerne weiter.

Was ist der Entlastungsbetrag?

Der Entlastungsbetrag in der Pflege ist eine Leistung der Pflegeversicherung. Zweck des Entlastungsbetrags ist es, pflegende Angehörige und vergleichbar Nahestehende in ihrer Eigenschaft als Pflegende zu entlasten sowie die Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit der Pflegebedürftigen bei der Gestaltung ihres Alltags zu fördern (§ 45b SGB XI).

Dabei stehen vorrangig die Finanzierung bzw. die Kostenübernahme verschiedener pflegerischer Leistungen im Fokus. Der Entlastungsbetrag stellt in dem Sinne keine Geldleistung, sondern einen Anspruch auf Kostenerstattung bei Inanspruchnahme bestimmter Pflegeleistungen dar. Hierbei muss es sich um qualifizierte Leistungen nach dem jeweiligen Landesrecht handeln.

Wann besteht Anspruch auf den Entlastungsbetrag?

Ein Anspruch auf den Entlastungsbetrag besteht dann, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:

  • Die antragstellende Person verfügt über einen anerkannten Pflegegrad.
  • Die antragstellende Person befindet sich in häuslicher Pflege. Eine solche Pflege zu Hause umfasst sowohl das eigene Zuhause, das Zuhause der Pflegeperson oder eine Pflegeform wie das „Betreute Wohnen“.

Welche Leistungen deckt der Entlastungsbetrag ab?

Konkret kann der Entlastungsbetrag zur Pflege Angehöriger für folgende Leistungen genutzt werden:

  • Angebote der Tages- und Nachtpflege
  • Angebote der Kurzzeitpflege
  • Angebote ambulanter Pflegedienste
  • Angebote zur Unterstützung im Alltag / „niedrigschwellige Betreuungsangebote“ (je nach Verfügbarkeit und Bundesland)

Der Entlastungsbetrag ist eine pflegegradunabhängige Leistung. Während Menschen mit Pflegegrad 1 keine Pflegesachleistungen für einen ambulanten Pflegedienst oder Pflegegeld bzw. ambulante Geldleistungen für die Pflege durch Angehörige erhalten, gewährt die Pflegeversicherung auch ihnen den zweckgebundenen ambulanten Entlastungsbetrag, der als Rückerstattung für angefallene Kosten gedacht ist.

Niedrigschwellige Betreuungsangebote und ihre Bedeutung

Unter dem Begriff „niedrigschwellige Betreuungsangebote“ sind solche Leistungen zu verstehen, die dazu dienen, bestimmte motorische / kognitive Fertigkeiten von Pflegebedürftigen zu erhalten. Dabei kann es sich um einfachste Tätigkeiten und Übungen handeln:

  • Teilnahme an Bewegungsangeboten
  • Gemeinsame Besuche bei Ärzten
  • Teilnahme an Sing- oder Bastelgruppen
  • Gemeinsame Spaziergänge

Diese Angebote sind dementsprechend besonders für Pflegebedürftige mit einer Demenz-Erkrankung oder (progredienten) körperlichen Einschränkungen interessant.

Pflegebedürftige und deren Angehörige sollten aktiv bei der Pflegekasse anfragen und eine Liste mit qualifizierten Anbietern bzw. Leistungen anfordern, die über den Entlastungsbetrag zur Pflege erstattet werden können. So besteht Sicherheit bei der späteren Abrechnung der Leistungen.

Wie hoch ist der Entlastungsbetrag im Pflege-Bereich?

Unabhängig von individuellen Einschränkungen und dem jeweiligen Pflegebedarf hat jede Person mit einem anerkannten Pflegegrad Anspruch auf 125 Euro Entlastungsbetrag für Pflege und entsprechende Unterstützungsangebote zur Verfügung. Dies entspricht einer Gesamtsumme von 1.500 Euro pro Jahr. Der Betrag von 125 Euro steht jeweils monatlich zur Verfügung. Welcher Pflegegrad konkret besteht, spielt dabei keine Rolle.

Die Nutzung des Entlastungsbetrags unterliegt einer klaren Zweckbindung: Er dient der Vergütung oder auch anteiligen Kostenerstattung bei Inanspruchnahme anerkannter Pflege- bzw. Unterstützungs-Angebote. Es besteht kein Anspruch auf vollständige / anteilige Auszahlung des Betrags.

Entlastungsbetrag zur Pflege Angehöriger nutzen – Das gilt es zu beachten

Leistungen abrechnen lassen:

In der Regel gehen die Pflegebedürftigen in Vorleistung, reichen später die Rechnungen bzw. Belege für die erbrachten Pflegeleistungen bei der Versicherung ein und lassen sich diesen Betrag anschließend erstatten.

Darüber hinaus gibt es aber auch die Möglichkeit, die Abrechnung der Leistungen auf die Anbieter zu übertragen. Hierfür ist eine Abtretungserklärung erforderlich. Anschließend kann der Entlastungsbetrag zur Pflege direkt zwischen Dienstleister und Pflegekasse verrechnet werden, ohne dass Versicherte in Vorleistung gehen müssen.

Leistungen umwidmen:

Reicht der Entlastungsbetrag nicht aus, um die Kosten der ambulanten Pflegeleistungen zu decken, kann ein Teil der Pflegesachleistungen entsprechend umgewidmet und genutzt werden. Dies setzt voraus, dass die Pflegesachleistungen nicht vollständig ausgeschöpft werden.

Der Anteil, der zu Gunsten des Entlastungsbetrags zur Pflege Angehöriger umgewidmet werden kann, ist auf maximal 40% gedeckelt. Voraussetzung ist ein anerkannter Pflegegrad 2 oder höher, da für Versicherte mit Pflegegrad 1 kein Anspruch auf Pflegesachleistungen besteht.

Leistungen mitnehmen:

Nicht ausgeschöpfte Leistungen aus dem Entlastungsbetrag verfallen nicht. Diese können somit über mehrere Monate oder auch das gesamte Jahr angespart werden. Relevant dafür ist das aktuelle Kalenderjahr.

Es besteht die Möglichkeit, den Entlastungsbetrag für Pflege- und Unterstützungs-Leistungen bis zum Ende des folgenden Kalenderhalbjahres anzusparen. Warten Sie jedoch nicht zulange: Wird der Betrag des Vorjahres nicht bis Ende Juni des Jahres genutzt, verfällt er ersatzlos.

Alle Infos zum Entlastungsbetrag – Pflege zu Hause Küffel berät Sie persönlich bei Fragen

Möchten Sie mehr über den Entlastungsbetrag, die Möglichkeiten der Pflege und die verfügbaren Leistungen erfahren? Gerne beraten wir Sie persönlich und helfen Ihnen dabei, Ihre Entlastungsleistungen optimal einzusetzen.

Wir beraten Sie gern!

Auch am Wochenende von 14 bis 16 Uhr

040 – 2800 854 0

In wenigen Schritten zu Ihrer Betreuung!

Betreuung sichern

Unser Sicherheitskonzept – Ihr Schutz!

Alle Betreeungskräfte:

  • Sind vor Abreise getestet
  • Sind vom Test bis zur Abreise in Quarantäne
  • Folgen den Hygiene- und Verhaltensregeln

Umfangreiche Sicherheit:

  • Wir organisieren Masken, Handschue und Desinfektionsmittel
  • Installation unseres Notfallplans
  • 24 Stunden Servicetelefon